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Lage der Hunds Zwinger zu Jägersburg Aufgenommen von Fritsch 1779

 

Die örtliche Einbindung der Zwinger zeigte sich bereits in der vorherigen Karte über den Eichwald. Dort befanden sich die Gebäude am rechten Bildrand. Auf der vorliegenden Zeichnung hat Fritsch (wie auch seine meisten Kollegen) keine Rücksicht auf Himmelsrichtungen genommen und die Gebäude dem Format des Blattes untergeordnet.

 

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Der Plan zeigt den Jägersburger Zwinger in seinem Bestand von 1779, also unmittelbar vor dem Abbruch der meisten Gebäude. Die detaillierte Legende verdeutlicht erstmalig die Vielschichtigkeit der Funktionen eines „Pfalz-Zweibrücker“ Hundezwingers.
Das größte Einzelgebäude, das auch als Nr. 1 erscheint, stellt der (in der Folgezeit nicht abgerissene) „Piquer Stall“ dar, unmittelbar gefolgt vom „Jäger Hauß“ unter Nr. 2. Die einzelnen Hundemeuten waren in separaten Zwingern mit eigenen Gebäuden untergebracht. Das größte Zwingergebäude (Nr. 3) nebst zugehörigem Zwinger beherbergte die Hirschmeute. Nr. 5 enthielt einen kleinen Bereich für kranke Hunde, Nr. 6 einen Bereich für „magere Hunde“. Diesem folgte „Die Küch, worunter ein Keller“. Die Hundeküche befand sich baulich im Zusammenhang mit dem nachfolgenden Stall „vor die junge HirschHunde“, gefolgt vom zugehörigen Zwinger (Nr. 8). Nr. 9 enthielt einen Stall, der gleich zwei Seiten des zugehörigen Zwingers „vor die Leit Hunde“ einnahm. Die Gebäude Nr. 6 bis 9 bildeten dabei die Ostseite eines weitläufigen Hofes, dessen Westseite durch den am „Piquer Stall“ vorgelagerten „Zwinger vor die Hatzhunde“ (Nr. 15) besetzt war. Die Zwinger Nr. 3 bis Nr. 9 bildeten eine der Seiten des quadratischen Großzwingers „vor die HirschMett“, und war somit mit Abstand größte Einzelfläche in der Gesamtanlage. Ihm folgte im Süden der wesentlich kleinere „Groß Zwinger vor die Sau Mette“, an dessen westlicher Schmalseite der entsprechende Stall nebst Zwinger angegliedert war. Nr. 12 bezeichnet „Stall und Zwinger vor die junge Sau Hunde“. Selbst ein kleines „Lazareth“ (Nr. 13) war vorhanden. Separat und möglichst abseits waren „hitzige Hündinnen“ einquartiert und zwar in eigenem Stall nebst Zwinger. Nr. 16 bezeichnet ein eigenes „Holtz Magazin“ und als letzte Nummer wird unter 18. „der Brunnen Platz“ benannt. Der beigefügte Maßstab lässt entnehmen, dass sich die Gesamtanlage auf 400 Schuh Länge und 300 Schuh Breite ausdehnte (also ca. 130 m Länge auf 98 m Breite oder rund 1,3 ha.).
Sämtliche Hundeställe wurden nach 1779 abgetragen und auf den Carlsberg transferiert. Dort fanden sie Wiederverwendung in direkter Folge zum Marstall, wo sie in einem Lageplan von 1797/989 als vierseitige Hofbebauung und einem solitären „Pavillon“ im Hofmittelpunkt in Erscheinung treten. Hier ist allerdings nicht mehr zu eruieren, wie eine Anordnung der einzelnen Ställe und den zugehörigen Zwingern erfolgte.

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