Wolfgang selbst schuf in Neuburg nichts Neues, sondern vollendete, was unter Pfalzgraf Ottheinrich begonnen wurde. Wesentliches Neuerungen der Zeit Ottheinrichs waren der 1534-38 erbaute viergeschossige Nordflügel, der ursprünglich von einem als Dachgarten ausgezierten Flachdach abgeschlossen wurde, sowie der 1537 begonnene Westflügel (so genannter Ottheinrichsbau) mit der großen, prachtvollen Schlosskapelle und dem ehemaligen, gewaltigen Fest- und Ahnensaal, der zweites Ober- und Dachgeschoss des Traktes einnahm.
Bei diesem Baukörper wendete sich Ottheinrich der italienischen Renaissance zu, was vor allem bei der Tordurchfahrt, der Kapelle und bei der Gestaltung der Fensterumrahmungen zu erkennen ist. Wolfgang ließ die hier begonnenen Arbeiten vollendeten, weshalb letztlich auch sein Wappen an den entsprechenden Details zu finden ist. Wolfgang beauftragte schließlich auch die Sgraffito-Dekorationen an der Hoffassade des Westflügels, die gegen 1560 bis 1569 durch den niederländischen Maler Hans Schroer d.Ä. geschaffen wurden. Er schuf alttestamentarische Szenen; so erzählt er in Erd- und 1. Obergeschoss die Geschichte Josephs. Der Treppenturm sowie das zweite Obergeschoss enthält Wandgemälde mit Szenen der Tobiasgeschichte, die wahrscheinlich von Hans Frank gegen 1555 realisiert wurden.
Das Schloss bildete nach seiner Vollendung eine wahrhaft fürstliche Residenz mit allen hierfür notwendigen Räumlichkeiten und adäquater Ausstattung. Die letzte Sanierung zu Beginn des 21. Jahrhunderts führte einige Räume wieder auf ihr historisches Erscheinungsbild zurück, nachdem vor allem im späten 19. Jahrhundert einige willkürliche Eingriffe in die Bausubstanz vorgenommen worden sind. Einen hervorragenden Eindruck über das Erscheinungsbild von Räumen der Zeit Ottheinrichs bzw. Wolfgangs bieten die Schlosskapelle, der kleine und der große Dürnitz, sowie der Rittersaal.
Das Schloss bildete nach seiner Vollendung eine wahrhaft fürstliche Residenz mit allen hierfür notwendigen Räumlichkeiten und adäquater Ausstattung. Die letzte Sanierung zu Beginn des 21. Jahrhunderts führte einige Räume wieder auf ihr historisches Erscheinungsbild zurück, nachdem vor allem im späten 19. Jahrhundert einige willkürliche Eingriffe in die Bausubstanz vorgenommen worden sind. Einen hervorragenden Eindruck über das Erscheinungsbild von Räumen der Zeit Ottheinrichs bzw. Wolfgangs bieten die Schlosskapelle, der kleine und der große Dürnitz, sowie der Rittersaal.






